Simon Graf: Roger Federer. Weltsportler. Ballverliebter. Wohltäter

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@ Kurz und Bündig Verlag Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Titel: Roger Federer. Weltsportler. Ballverliebter. Wohltäter
Autor: Simon Graf
ISBN-10: 3907126009
Verlag: Kurz und Bündig Verlag
Format: Broschiert
Seitenanzahl: 160
Abmessung: 12,4 cm x 19 cm
Erscheinungsdatum: 27.09.2018

tenniswelt.biz Bewertung: 

Biografie Roger Federer.  Wer diese drei Wörter in amazons Suchleiste eingibt, erhält mehrere Treffer. Die Karriere ist lang und die Auswahl an Büchern ebenso.

Ich habe mir einmal das aktuellste genauer angeschaut. Es stammt von Simon Graf, Journalist und ebenfalls Schweizer.Die Biografie ist nicht autorisiert, sondern basiert auf Erlebnissen, die der Autor auf seinen Reisen mit Roger Federer rund um die Welt gesammelt hat.

Zunächst fällt mir erfreulich auf, dass man theoretisch das Buch kreuz und quer lesen. Die Kapitel sind nicht zusammenhängend und jedes für sich geschlossen.

Roger Federer ist der beste Tennisspieler aller Zeiten und dazu einer der besten Sportler. Da kann man nicht alles erwähnen, sich nicht in Details verstricken. Das hat der Autor überwiegend sehr gut gelöst. Gentleman, freundlich, loyal - einfach menschlich. So kommt er nicht nur über den Bildschirmen rüber, so nimmt ihn auch jeder wahr, der mit ihm näher  zu tun hatte.

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Andre Agassi: Open

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@ Droemer/Knaur Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Titel: Open
Autor: Andre Agassi
ISBN-10: 3426302047
Verlag: Droemer/Knaur
Format: gebundene Ausgabe/Taschenbuch
Seitenanzahl: 608
Abmessung: 15,4 cm x 22 cm
Erscheinungsdatum: 10.11.2009

tenniswelt.biz Bewertung: 

Eine, oder wahrscheinlich DIE schillerndste Tennisfigur der letzten Jahrzehnte verfasst eine Biografie. Eine logische Ergänzung zu seiner Karriere und irgendwie haben wir es auch fast erwartet.

Es gab auf der Tour viele denkwürdige Matches, erbitterte Fights großer Spieler. Matches, an die sich einfach jeder Fan erinnert. Das Buch beginnt Andre Kirk Agassi mit dem Ende - dem Ende seiner großartigen Karriere. Den US Open 2006, dort wo alles zu Ende sein sollte. Er erzählt so eindringlich über seinen schmerzenden Körper, dass der Leser die Qualen fast selber spüren kann. Sein 5-Satz-Drama in Runde 2 gegen Marcos Baghdatis - es sollte der allerletzte Sieg des einstigen Paradiesvogels werden.

„Ich hasse Tennis“ Zu der Feststellung kam Agassi schon als 7-Jähriger. Ziemlich genau beschreibt er den Drill seines Vaters "Mike", pro Tag 2.500 Bälle aus der Ballmaschine zu verarbeiten. Tag für Tag. Die Maschine, die er immer den „Drachen“ genannt hat. Mit dem Ziel des ehrgeizigen Vaters, dass sein Sohn irgendwann die Nr. 1 der Welt wird. Das Buch beschreibt sehr gut und gleichzeitig niederschmetternd,  wie hoch der Preis dafür gewesen ist. Die Nummer 1 wurde er schließlich, über 100 Wochen lang. Er gewann alle Grand Slams, teilweise mehrfach. Und vielleicht hätte er auch noch viel mehr Titel holen können, wenn er seine Ära nicht mit Pete Sampras hätte teilen müssen.

Interessant werden die persönlichen Einblicke. Zum Beispiel bei seinem Aufeinandertreffen mit Nick Bollettieri. Die karge Tennis Akademie ist für Andre einfach nur eine weitere Station der Qual.. nach dem Drill bei seinem Vater. Überhaupt erkennt man in den folgenden Kapiteln sehr gut, zu welchen Leuten Agassi kein gutes Verhältnis hat. Jeff Tarango, der schon als Kind unfair spielte. Boris Becker, der sich in PK´s abfällig über ihn äußerte und eben jener Nick Bolletieri, der Agassi in der Akademie vor allen anderen Jugendlichen kompromittierte - wegen seines Kleidungsstils. Böden wischen, Essenssaal aufräumen, nur zwei drakonische Strafen des Elite-Tennislehrers.

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