Andrea Petkovic: Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht

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@ Kiepenheuer & Witsch Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Titel: Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht
Autor: Andrea Petkovic
ISBN-10: 3462054058
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Format: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 272
Abmessung: 13,1 cm x 20,9 cm
Erscheinungsdatum: 08.10.2020

tenniswelt.biz Bewertung: 

Die Karriere von Petko verfolge ich schon sehr lange und für mich war es irgendwie logisch, dass sie kurzfristig ein Buch auf den Markt bringen musste. Denn dass ihre Interessen weit über die des Tennissports hinaus gingen, war schon sehr früh klar. Gerade wenn man sich näher mit ihrem Twitterprofil beschäftigt, bei dem man auch ihr Politikinteresse und eben das für Literatur erkennen kann. Bereits vor Ihrem Buchdebüt begann sie im Jahr 2018 Kolumnen für das SZ-Magazin zu veröffentlichen.

Ich habe mir die Hörbuchversion besorgt und war schon mal positiv überrascht, dass Petko selbst, zusammen mit Nina Kunzendorf dieses liest. Das soll aber nachher nicht die Bewertung beeinflussen.

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Phil Knight: Shoe Dog

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@ FinanzBuch Verlag Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Titel: Shoe Dog
Autor: Phil Knight
ISBN-10: 3898799921
Verlag: FinanzBuch Verlag
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 448
Abmessung: 15,6cm x 22,1cm
Erscheinungsdatum: 27.04.2016

tenniswelt.biz Bewertung: 
 

Nike – die Siegesgöttin in der griechischen Mythologie. Wahrscheinlich hat jeder irgendeinen Artikel des Sportartikelgiganten in seinem Schrank. Die Wenigsten wissen aber vielleicht, wer eigentlich dahintersteckt und wann das Unternehmen so groß geworden ist. Unter welchen Umständen, bzw. auf wessen Kosten. Auch wenn das Buch auf diese negativen Seiten praktisch gar nicht eingeht. Aber dazu komme ich noch.

Mein Blog handelt über die Biografie von Gründer Philip „Phil“ Knight, der in Portland im US-Bundesstaat Oregon nach seinem Studium völlig planlos war. Er jobbte 1962 als Buchhalter um sich ein paar Dollar zu verdienen, doch er wollte raus. Raus in die Welt, bereiste Asien, flog nach Japan und kaufte für 50 Dollar mehrere Paar Schuhe in einer Fabrik der Firma Onitsuka Tiger (heute Asics). Nicht um die Schuhe zu tragen, viel mehr wollte er sie in den USA verkaufen. Am Anfang direkt aus dem Kofferraum seines Plymouth. Schnell steigerte sich das Bestellvolumen auf 1.000 Dollar und mehr. Knight stellte schnell fest, dass der Vertrieb allein aus dem elterlichen Kinderzimmer kaum zu stemmen ist. Seine erste Firma sollte Blue Ribbon Sports heißen und die gesamten USA erobern.

Also holte er sich den extrem ehrgeizigen Bill Bowerman mit ins Boot, den er bereits bei seinem Studium kennenlernte und der künftig als Verkäufer sein erster Angestellter für monatlich 400 Dollar sein sollte. Der Vertrieb wurde immer größer, es wurden stetig neue Angestellte angeworben, Sportler (oder die, die es einmal waren), Aussteiger und Querdenker.  Aus der Not, weil Knights japanischer Lieferant andere Wege gehen wollte und den Vertrag beabsichtigte zu kündigen, musste er parallel ein zweites Standbein aufbauen. 1964 kam der Swoosh auf den Schuh und Nike war geboren, ebenfalls produziert in einer japanischen Fabrik.

Ich bot Ilie Nastase 5.000 Dollar. Er wollte 15.000 Dollar. Wir einigten uns bei 10.000 Dollar

Solche Erfolgsstorys lieben die Amis. Vom Tellerwäscher zum Millionär.

Der Leser (bzw. Hörer) erhält sehr viele Details rund um die Gründung und den Aufbau des heute größten Sportartikelherstellers der Welt. Dagegen wird Privates vom langjährigen Gründer und CEO eher oberflächig erwähnt. Dieser Anteil im Buch ist deshalb eher gering. Im letzten Abschnitt des Buches zieht Knight ein Fazit und schneidet das unangenehme Thema der Arbeitsbedingungen in den Produktionsfabriken leider nur kurz an. Mir ist die Darstellung auch teilweise zu geschönt.  So wollte er Arbeitern in der Fertigung höhere Löhne zahlen, wurde aber von der dortigen Regierung ausgebremst, weil er damit das Lohngefüge anderer Gewerbe kaputt mache. Man möge sich daraus seine eigene Meinung bilden.

Wir führen mit Adidas einen Krieg ohne Kugeln

Ein bisschen Patriotismus spielt immer eine Rolle, wenn Amerikaner ihre Geschichte erzählen. Wenn die Geschichte dann auch noch so extrem erfolgreich ausgeht, zugegebenermaßen zurecht. Wie man sich immer größere Ziele gesetzt hat, man am Anfang überhaupt nicht daran gedacht hat, die Übermacht Adidas angreifen zu können. Diese Story beeindruckt ungemein. Auch wie man sich immer wieder dagegen gewehrt hat, Nike an die Börse zu bringen. Außer Acht zu lassen, wieviel Geld es in die Kassen spült und es für viel bedeutender zu halten, dass man ein Stück weit das Sagen im Konzern damit abgibt.

Auch wenn ich mir in gleichen Teilen die neuere Geschichte im Buch gewünscht hätte. Zum Beispiel wie der „Just do it“ Gedanke entstanden ist. Oder wie es für Phil Knight war, die Fäden als CEO aus den Händen zu geben. Gerade weil man stets im Hinterkopf hat welches Imperium entstand, ist das Buch sehr lesenswert. Und trotz der ausführlichen Kapitel, die einfach nach den Jahren benannt worden sind, wurde es nie langweilig. 

Wohl eine der ehrlichsten Unternehmensbiografien, die ich gelesen habe.

 

 

  • detaillierte Anfänge des Unternehmens mit Blick hinter den Kulissen 

  • spannend und inspirierend zugleich 

 

  • die „Neuzeit“ der 90er und 2000er oft nur in Nebensätzen erwähnt

 

Felix Hutt: Lucky Loser

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@ Ullstein extra
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Titel: Lucky Loser
Autor: Felix Hutt
ISBN-10: 3864930650
Verlag: Ullstein extra
Format: Broschiert
Seitenanzahl: 240
Abmessung: 13,5 cm x 20,5 cm
Erscheinungsdatum: 02.05.2019

tenniswelt.biz Bewertung: 

Will man seinen Namen nur einmal auf der ATP-Weltrangliste bewundern, so muss man lediglich die erste Runde eines ITF Future Turniers überleben. Sieg in Runde eins und diesen einen Punkt ergattern.

Soweit so schwer. Dieses eine, ehrgeizige Ziel hat sich der Autor Felix Hutt gesetzt. Aber nicht zu Beginn seiner Karriere, als Jugendlicher oder aufstrebender Anfang-Zwanziger. Nein, Hutt fasst den Plan das erste Mal mit 32 Jahren, als das dann aber nicht gelang, noch einmal mit stolzen 37!

Angespornt durch das Australien Open Finale zwischen Roger Federer (seinem Vorbild) und Rafael Nadal im Januar 2017. Der Schweizer gewann in 5 Sätzen und Hutt hat sich auf einmal, nicht zuletzt durch erhöhten Bierkonsum während es Matches vor dem Fernseher daran erinnert, dass er ja noch eine Rechnung offen hat mit sich selbst: nur einmal auf der ATP-Weltrangliste erscheinen. Und somit startete seine Mission im Tennisrentenalter gepaart mit mächtig Übergewicht und einer Kondition, die den Namen gar nicht verdient hat, ein zweites Mal. Jetzt mit fast 38 soll sein Jugendtraum endlich in Erfüllung gehen.

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Andre Agassi: Open

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@ Droemer/Knaur
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Titel: Open
Autor: Andre Agassi
ISBN-10: 3426302047
Verlag: Droemer/Knaur
Format: gebundene Ausgabe/Taschenbuch
Seitenanzahl: 608
Abmessung: 15,4 cm x 22 cm
Erscheinungsdatum: 10.11.2009

tenniswelt.biz Bewertung: 

Eine, oder wahrscheinlich DIE schillerndste Tennisfigur der letzten Jahrzehnte verfasst eine Biografie. Eine logische Ergänzung zu seiner Karriere und irgendwie haben wir es auch fast erwartet.

Es gab auf der Tour viele denkwürdige Matches, erbitterte Fights großer Spieler. Matches, an die sich einfach jeder Fan erinnert. Das Buch beginnt Andre Kirk Agassi mit dem Ende - dem Ende seiner großartigen Karriere. Den US Open 2006, dort wo alles zu Ende sein sollte. Er erzählt so eindringlich über seinen schmerzenden Körper, dass der Leser die Qualen fast selber spüren kann. Sein 5-Satz-Drama in Runde 2 gegen Marcos Baghdatis - es sollte der allerletzte Sieg des einstigen Paradiesvogels werden.

„Ich hasse Tennis“ Zu der Feststellung kam Agassi schon als 7-Jähriger. Ziemlich genau beschreibt er den Drill seines Vaters "Mike", pro Tag 2.500 Bälle aus der Ballmaschine zu verarbeiten. Tag für Tag. Die Maschine, die er immer den „Drachen“ genannt hat. Mit dem Ziel des ehrgeizigen Vaters, dass sein Sohn irgendwann die Nr. 1 der Welt wird. Das Buch beschreibt sehr gut und gleichzeitig niederschmetternd,  wie hoch der Preis dafür gewesen ist. Die Nummer 1 wurde er schließlich, über 100 Wochen lang. Er gewann alle Grand Slams, teilweise mehrfach. Und vielleicht hätte er auch noch viel mehr Titel holen können, wenn er seine Ära nicht mit Pete Sampras hätte teilen müssen.

Interessant werden die persönlichen Einblicke. Zum Beispiel bei seinem Aufeinandertreffen mit Nick Bollettieri. Die karge Tennis Akademie ist für Andre einfach nur eine weitere Station der Qual.. nach dem Drill bei seinem Vater. Überhaupt erkennt man in den folgenden Kapiteln sehr gut, zu welchen Leuten Agassi kein gutes Verhältnis hat. Jeff Tarango, der schon als Kind unfair spielte. Boris Becker, der sich in PK´s abfällig über ihn äußerte und eben jener Nick Bolletieri, der Agassi in der Akademie vor allen anderen Jugendlichen kompromittierte - wegen seines Kleidungsstils. Böden wischen, Essenssaal aufräumen, nur zwei drakonische Strafen des Elite-Tennislehrers.

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Matthias Mischka: Besser Tennis spielen

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© BLV Buchverlag
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Titel: Besser Tennis spielen
Autor: Matthias Mischka
ISBN-10: 3835407384
Verlag: BLV Buchverlag
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 160
Abmessung: 24cm x 17cm
Erscheinungsdatum: 02.05.2011

tenniswelt.biz Bewertung: 
 

Durch einen Ratgeber erlernt man keine Sportart. Auch noch so viel Theorie kann keine Praxis ersetzen und letztendlich zählt immer auf dem Platz.

Dennoch ist dieses Buch aus mehreren Gründen sehr empfehlenswert. Wer aktiv Tennis spielt oder bereits einmal Trainerstunden genommen hat weiß, wie viele Übungen es für bestimmte Spielsituationen gibt und wie man Erlerntes durch gezielte Übungen noch intensivieren kann.

Die beiden Autoren dieses Buches sind fachlich absolut in der Referenzklasse des Tennis anzusiedeln. Zum einen Matthias Mischka: Diplom Sportwissenschafter (TU München) - Staatl. geprüfter Tennislehrer (TBV) - B-Trainer Lizenz (BTV) - A-Trainer Lizenz (DTB).

Zum anderen Michael Schwarzer: Sportwissenschaftler univ. (TU München); Staatl. geprüfter Tennislehrer ( VDT); B - Trainer Lizenz; Lehrbeauftragter im Bereich Tennis der TU München

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