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Thorsten Medwedeff: Grand Slam: Die besten Tennisspieler aller Zeiten

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Titel: Grand Slam                         Autor: Thorsten Medwedeff   ISBN-10:3902480653             Verlag: egoth Verlag GmbH Format: gebundene Ausgabe    Seitenanzahl: 256     Abmessung: 14,6 cm x 22,1 cm Erscheinungsdatum: 15.10.2010

tenniswelt.biz Bewertung: 

Wer ist der beste Tennisspieler aller Zeiten?

Die Frage hat sich jeder mit Sicherheit schon einmal gestellt. Aber welche Maßstäbe setzt man hier an, um die Frage objektiv beantworten zu können?Ist es die Anzahl der gewonnenen Grand Slam Turniere? Spielt es eventuell auch eine Rolle, dass man die Erfolge auf möglichst allen Belägen gefeiert hat? Da wird der Kreis der Turniersieger schon elitärer, wenn zu mehreren Finalsiegen auf Hardcourt (Australien- und US-Open) auch noch Wimbledon (Rasen) und womöglich die French-Open (Sand) hinzukommen. 

Vielleicht ist auch nur derjenige der Allergrößte, der einen echten Grand Slam gewonnen hat (alle vier Grand-Slam-Turniere binnen eines Jahres gewinnen). Ein gewisser Donald Budge schaffte dieses Kunststück als erster 1938 und ist quasi der „Erfinder“ des Grand Slam. 

Man kann auch komplett anders an die Frage herangehen und einfach danach bewerten, welcher Spieler sich am konstantesten über den längsten Zeitraum bei den Grand Slams geschlagen hat. Dann kommt man sicherlich nicht an Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic vorbei. Der Tenniselite der Neuzeit schlechthin. Einige Jahre zurück sind es Rod Laver, Donald Budge, Roy Emerson und kein geringerer als Fred Perry.

Du siehst schon, dass die Frage gar nicht so spontan zu beantworten ist und wenn man diese zehn Tennisbegeisterten stellt, ohne Zweifel auch mindestens fünf unterschiedliche Meinungen darüber erhält. Interessant ist zudem die Betrachtung, ob die Erfolge von Früher oder der Neuzeit höher zu bewerten sind?

Im Buch werden die Größten aller Zeiten in kleinen Kapiteln beschrieben. Ein kurzer Ausschnitt aus dem Leben und der Werdegang bei den Grand Slams liegen hier im Fokus. Das liest sich im Allgemeinen durch die chronologische Reihenfolge der Epochen sehr flüssig.

Teilweise aber auch langatmig, hier hätte Medwedeff noch kompakter herangehen können.

Hier liegt aber auch teilweise das Problem. Die Gewichtung Privat/Karriere ist bei den Spielern oft unterschiedlich. So erfährt man viel von den Fred Perrys Frauengeschichten, weniger aber von seinen Grand Slams. Interessant sind dann wieder Randnotizen, dass eben jener Perry es war, der das Schweißband erfand, Grundstein für eine eigene Modelinie.

Kurz gesagt besteht das Buch aus mehreren kleinen Biografien, die bei den Erfolgen bei den Grand Slams ihre Finals finden. Die Bilanz, wer denn nun der beste Spieler aller Zeiten ist, muss sich am Ende jeder selbst ziehen. Ganz klar spielen hier auch persönliche Überzeugung und die Nähe zu den aktuell agierenden Cracks eine Rolle. Dir wird ein Roger Federer vermutlich immer näher sein als ein Rod Laver.

 

  • interessante Kurzbiografien
  • niemals langatmig

 

  • teilweise zu detailreich in den Storys

 

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